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Das Johannes-Evangelium als Übungsbuch 1

29WednesdaySep 2025

Posted by Peter Bernhard in Uncategorized

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Ein Weg zum reinen Ich.

Nach dem ich Samuel in Irland auf einer der Südwestlichen Halbinseln getroffen und er mir eine Einführung in die Bergpredigt gegeben hatte, war ich nach Hause gefahren und hatte ein Jahr die Gegenwart Gottes geübt. Mit mäßigem Erfolg. Immerhin fühlte ich nicht mehr diese Leere. Stattdessen nahm ich in mir eine subtile Essenz wahr, die mich mit allem verband und vielleicht auch mit Gott. Wie froh war ich, als ich mich endlich wieder zu meinem geliebten Lehrer nach Irland aufmachen konnte. Diesmal wollte er mich und seine andere Schülerin auf der Insel Inisfallen treffen und zwar immer nachs in einer der Klosterruinen. Ich traf ich Ines vor dem Pub, in dem wir uns beide kennengelernt hatten. “Na, lebst du noch immer in deiner Höhle?” Fragte ich sie. Sie nickte lächelnd. “Im Sommer ja. Aber Samuel hat gesagt, wenn sein Diskurs auf der Insel zu Ende ist, muss ich in die Gesellschaft zurückkehren, weil da mein Übungsfeld sein wird.” Sie wirkte ein bisschen müde und verhärmt, aber es war auch ein Feuer in ihr, verhalten aber von der Kraft eines schlafenden Löwen. Wir fuhren mit meinem Leihwagen an die Insel. Die Dunkelheit war dabei den Tag zu verscheuen. Mit etwas Mühe fanden wir in der Dämmerung das Paddelboot, das Samuel an einer bestimmten Stelle am Ufer hatte bereitstellen lassen. Ich hatte einen Schlüssel mitbekommen und öffnete das Vorhängeschloss mit dem es an einen Pfahl gebunden war. Dann fuhren wir weiter mit einem gemieteten Boot in Richtung Insel, als die Dämmerung bereits weit fortgeschritten war. Ich nahm die dunkle Masse der Insel wahr. “Ob wir ihn zwischen den Ruinen finden?” fragte ich Ines. “Er wird ein Feuer gemacht haben, das werden wir leicht sehen.” sagte sie. Wir stießen mit dem Boot auf den Ufersand und sprangen ins flache Wasser. Wir zogen das Boot zwei Meter hinauf ans Ufer und schritten Vorsichtig in den dunklen Wald hinein. Zum Glück war der Weg breit und stieg schnell zu dem Plateau an, w0 sich der weite Komplex der Klosterruinen befand.

Wir gingen über den weiten Platz unter dem dunkelgrauen Himmel der heraufdämmernden Nacht und schauten uns um. Es war nicht zu hören und zu sehen. Nur das ferne Knacken von Wild, das hier auf der Insel lebte. Dann sahen wir das Feuer und einen Mann mit weißen langen Bart wie Gandalf dabei sitzen. Ich war so froh endlich meinem Lehrer und Gefährten wieder zu sehen. Wir umarmten uns und tauschten Neuigkeiten aus.

Dann setzten wir uns an das Feuer und Samuel begann zu reden. Er war vielleicht der letzte der alten Lehrer der keltischen Weisheit auf dieser Halbinsel. “Ich habe diese heilige Insel gewählt, weil hier das Johannesevangelium über Jahrhunderte mit großer Leidenschaft studiert wurde. Und nur nachts sind wir hier ungestört. Das Evangelium handelt von Wasser, Licht, Brot und Wein. Es beschreibt die Wiedererlangung des Paradieses durch Jesus. Es spricht von den Elementen der Erde und verwandelt sie in Sakramente, die uns den Weg zum Himmel bahnen. Und es eröffnet uns in seiner geheimen Symbolsprache einen Weg direkt zu Gott in unserem Geist. Dieser Weg war bei uns lange unbekannt, bis wir auf ein System von Codes stießen, die direkt mit Zuständen zu tun hatten, die wir in Gebet und Meditation erlebt hatten. Es geht um einen inneren Kampf zwischen den Mächten Gottes und deren Widersachern. Woran können wir uns halten und was müssen wir abwehren? Der Text nimmt uns auf einer Reise mit, bei der wir verwandelt auf der anderen Seite des Wassers herauskommen, von dem Johannes spricht. Der Text ist also selbst eine Himmelleiter, wenn wir erkennen, was er uns sagen will.

Lange Zeit galt Johannes, der geliebte Jünger, als der einzige, der Jesus verstanden hatte. Seitdem wir im 20. Jahrhundert die Evangelien von Phillip, Thomas und Maria Magdalena kennengelernt haben, die in Ägypten entdeckt wurden, wissen wir mehr darüber.

Johannes war von drei eingeweihten Jünger und Jüngerinnen neben Maria Magdalena und Thomas. Wir sehen heute mehr als zuvor, dass es bei Jesus vor allem um ein persönliches Erwachen zu Gott geht, nicht nur um Glauben und Ethik. In seinem Prolog bezieht er sich auf zwei weitere Bibelstellen, nämlich den Anfang der Genesis und das Buch der Sprüche. Die Bibel fängt mit diesen Worten an: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Hier wurde zum ersten Mal ein unsichtbarer formloser Gott als Autor der Schöpfung beschrieben. Sonne, Mond, Sterne und Erde waren keine Götter mehr, wie es noch unsere keltischen Vorfahren glaubten, sondern Schöpfungen wie wir. Damit gibt es keinen wirklichen Kampf der Elemente mehr. Die Welt ist ein Szenario, das von Gott beaufsichtigt wird und dazu dient den Menschen den Weg zu ihm zu zeigen. Dazu müssen sie immer wieder das Greifbare und Sichtbare loslassen und auf den unsichtbaren Vater vertrauen. Darum geht es in der Hebräischen Bibel. Beim Anfang des Johannesevangeliums wird nun aber von etwas Sichtbarem gesprochen, das von Gott in die Welt kam. Der unsichtbare Gott, der die sichtbaren Götter abgelöst hatte, kehrt zu den Menschen als fassbarer Mensch zurück. Was hat das zu bedeuten? Bevor wir uns das genauer anschauen, gehen wir noch einmal zum Alten Testament.

Wenn Johannes vom Wort spricht, meint er eigentlich den Logos, das Urwort, das Bewusstsein der Schöpfung, das in jedem von uns wohnt. Dessen weibliche Version ist die Sofia, die heilige Weisheit, die Hagia Sofia. Sie wird in den Sprüchen in der Heberäischen Bibel erwähnt. Diese weibliche Form des Logos sagt folgendes von sich:

Gott hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren. Als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen, war ich da. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren. Als Gott die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens, da war ich schon da. Als Gott die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über die Fluten der Tiefe, als er die Wolken droben mächtig machte und die Quellen der Tiefe stark und dem Meer seine Grenze setzte, war ich da und stand als Liebling ihm zur Seite ;war lauter Entzücken Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit, spielte auf seinem Erdenrund und hatte mein Ergötzen an den Menschenkindern
So hört denn auf mich meine Kinder: Wohl den Menschen, die meine Wege einhalten, an meinen Toren wachen Tag für Tag, und meine Türpfosten hüten.
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen beim Herrn. Wer mich aber verfehlt, der
schädigt sich selber. Alle, die mich hassen, lieben den Tod. Hier offenbart sich die liebende Kraft des Lebens selbst, die sich als Mutter von Menschen und Schöpfung fühlt. Dieser Anteil Gottes ist weiblicher Natur, denn sie ist die reine Liebe, die auf uns herniederstrahlt. Weil sie so rein ist, sehen wir sie als mütterlich an. Erst nachdem die Maria Magdalena von ihrem Makel befreit wurde und als Apostel zu den Aposteln angesehen wird, steht dem Christentum wieder eine vollständige Frau zur Verfügung, die Jesus an die Seite gestellt wird und ihn verstanden hat, wie es in den Evangelien der Maria Magdalena und des Philipps beschrieben wird. Wir haben in der vorchristlichen Zeit diese Liebe der göttlichen und die Kraft der natürlichen Welt die Göttin Brigitt genannt, die den unschuldigen und beschützenden Teil der Natur darstellte. Wir können sie noch heute fühlen, wenn wir ganz bei Seite treten und die Natur in unser Herz bitten. Die Natur der Erde ist ein intelligentes Wesen und sie arbeitet mit den göttlichen Kräften zusammen. Brigitt wurde bei uns dann in christlicher Zeit zu einer Heiligen, die noch immer ihre schützende Decke über die Schöpfung ausbreitet, wie sie es als Göttin getan hatte. Sie ist unsere Sofia, der wissende und heilende Aspekt von Gottes Geist. Sie durchdringt und belebt alle Dinge. Sie stellt das Bezaubernde dar, das wir in Frauen, Kindern und Männern und in jeder Blume sehen konnten, aber auch in der Eleganz des Adlers oder in der Ruhe der kauenden Kuh. Sie ist das Netz der Schöpfung, das uns mit allem verband.

Jetzt beginnen wir mit dem Evangelium. Samuel schlug seine Bibel auf und nahm einen tiefen Atemzug, wobei er kurz in das Feuer schaute. Dann ließ er seinen Blick aus seinen Augen über den Platz vor den Ruinen wandern, auf den das Mondlicht schien. Eine Stille breitete sich aus, die nur vom Knistern des Windes angefüllt war. Ines atmete auch tief durch. Es war der Beginn von etwas Neuem für sie und auch mich. Und es war eine freie Gabe.

“So fangt es an:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Dasselbe war im Anfang bei Gott.

Gott ist unendlich, Er ist Geist und grenzenlos. Darum können nur von ihm sagen, dass Er ist. Was ist dann das Wort? Es ist das Licht des Bewusstseins, das Gott seinen Kindern bei deren Erschaffung mitgegeben hat. Er hat es Adam in sein Herz gelegt, als dieser einschlief und von der Frucht des Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen träumte.

(4) In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. (5) Und das Licht scheint in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht gefasst. Als Adam von der Vertreibung aus dem Paradies träumte, ging das Licht Gottes mit ihm. Es ist wichtig zu verstehen, dass Adam nur davon träumte, das Paradies verlassen zu haben. In Wirklichkeit war dies nicht möglich, denn Gottes Gegenwart endet nirgendwo. Und wo Gott ist, der All-Liebende und Barmherzige, ist das Paradies. Allerdings können wir Seine Gegenwart mit Ängsten überdecken und so für immer in Alpträumen verloren gehen. Aber da Gott uns liebt, hat er uns einen Erlöser geschickt, um uns an Seine Gegenwart zu erinnern. Von diesem redet Johannes hier, von dem Christus, der mit uns geht in der Dunkelheit der Welt. Er redet aber auch von unserem eigenen Geist, der nicht getrennt sein kann von Gottes Geist, da Gottes Geist unendlich ist. In unserem eigenen Geist, in der Tiefe des Herzens, scheint dieses Licht. das die ganze Welt erleuchtet. Wenn wir erkennen, dass wir Kinder unseres Vaters im Himmel sind, erkennen wir, dass unser Vater uns mehr liebt als wir uns selbst lieben. Dieses Licht möchte durch uns ausgedrückt werden, wenn wir hier sind. Jeder von uns hat einen einzigartigen Teil dieses Lichts zu geben, etwas von Gottes Liebe dass nur durch ihn allein ausgedrückt werden kann. Aber unser Leben kann nur dann durch dieses Licht erleuchtet werden, wenn wir es aus uns heraus leuchten lassen. Wenn wir uns selbst verleugnen, uns schuldig oder wertlos fühlen, uns schämen oder herabsetzen, dann kann dieses Licht nicht leuchten und unsere Welt ist scheinbar in Finsternis getaucht. Das Licht ist da, aber du kannst es nicht erkennen. Darum musst du die Verkörperung des Wortes in dein Leben lassen, um es zu entdecken. Aber mehr als das. Du musst das Licht werden. Diese Schrift redet von einem Geisteszustand, den Johannes als “den Weg Jesu” erkannte, und dem wir folgen können, um eins mit ihm zu werden.

Davon handelt dieses Evangelium. Lasst uns weiter lesen. Er warf uns einen Blick zu. Seine Augen glänzten seltsam im Widerschein des Feuers…..

Coaching Enneagram and Mindfulness

29WednesdaySep 2021

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https://www.mindfreeks.com/members/peter-steinhagen

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https://www.spreaker.com/episode/46706935

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https://youtu.be/kFcknjPHauo

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https://youtube.com/watch?v=HIi7q9Ak_kQ%3Ffeature%3Doembed

Was bedeutet Glaube im Kurs?

10FridaySep 2021

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https://youtube.com/watch?v=h0iDd7pUR7E%3Ffeature%3Doembed

Reading Matthew 1

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https://youtube.com/watch?v=MRXGBg_vOr8%3Ffeature%3Doembed

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